Mennische Mumtjes - von Jack Thiessen

"Sitst?" word ons nijch latzt jesajcht, daut de mennische Goldmedauljess enn Turin waut besondret opp sijch haude? Enn head wie nijch latzt sogoa ut Dietschlaund, daut "Konst besteiht doarenn aune Tabu-Jrenze auntooputtre"? Auls vondoag de Bescherung kaum, wundade sijch mau bloß dee des schwachen Glaubens.

Wie nijch. Aulso, waut wea opp dem Website ut Turin vondoag zemorjess too seehne? Oppem Plaza del Sanktus Giovanni steiht aul gaunz foadijch eene Skulptua ut eenem grooten Stetj Marmorsteen utjeholtjat, enn doabowe ess eene staumje, frindelje Fru, eajentlijch eene oppjeriemde Staunstje, too seehne.

Oba doamett noch nijch jenuag: dee Fru haft eenen Nohme enn see heet kratjcht soo auls dit: "M.M. Mennische Mumtje" enn daut ess aules. Dee Tjenstla ess een Leonardo de Luco, enn daut hee mett dem aundren, wann uck ellren Leonarde enn woll uck mett Michael Angelo Frindschauft ess, mucht uck stemme.

Soo straum!

Soohne Sach pesseat je uck nijch jieden Dach, enn doawäjen ess vleijcht eene korte Enleidung aum Plautz: Wann hiea enne Nobaschauft soo omme hundaddusend Menniste aum Sinndach noh Tjoatj wanke, omm sijch vom straumen Himmel vetalle too lohte, dann nemmt soo eena auls aul de jenannda Leonardo de Luco sienen Hohma, siene Beitels enn siene himmlische Fantasie, nemmt sijch een grootet Stetjch Marmorsteen ut Carrara, moakt de Uage emm Jebäd too, lat de Renaissance, aulso een Stetjch Himmel, äwa sijch kohme, enn hohmat loos.

Enn waut haft'a doa fe aule Tiede, enn fe aule Mensche enne Welt enn Turin hanjesallt? Soo auls jesajcht: Mennische Mumtje heet daut Woatjch. Oppe lintje Sied vonne Sejcht von dem Betrachta sett de jenannde Stauntstje opp eenem Maltjbeinstje enn haft opp ähre rajchte Lenj, oppem Bowaschintje aulso, eenen grooten Maltjamma, rundvoll Maltj stohne; den Amma, städwies een bestje vebuhlt, helt see mett ährem rajchten Oarm faust endem äah Oarm äwa dem Ama lijcht. Enn unja dem Ama kaun eena ähre Wohd vom rajchten Been seehne, enn beid: aulso Wohd enn Lenj send nijch von onjefäah: staumijch enn studijch enn derjchut mennisch.

Dee Fru sitt'et frindlijch, joh leeftolijch, oba uck soo auls wann see saje kaun: "Mett mie ess nijch too spoße!"

Äah Schmusta besajcht, daut see nu aul meist een haulwet Joahdusend Plautdietsch jeräd haft.

Eenem fellt aulso fuats biem Betjitje opp, dree Sache: Een Schmusta vonne biblische Oat, Been, dee uck auls eene Reemabeintjch too brucke send, enn dann ahre Tjleedie: eene Schmaundjoop, nijch aufjedroagt, oba uck soo oolt auls de Mumtje ähre Sproak!

Oppe rajchte Sied vom Betrachta steiht dann de näjchste Generatsjoon: een langet Frumensch, derjch enn derjch Frindschauft, mett jewaultje Bowaschintjess, mett Wohde soos de Chortietsche-Eatj enn mett dem selwjen Bletjch haulf emm Himmel, haulf bie Die enn mie emm Hoat. Daut see Schlätschooh drajcht weet jie je sowesoo.

Joh, enn uck dit Straumsel weet bie aule Onschuld soo ziemlijch aules.

Enn nijch too vejäte: tweschne Schmaundjoop enn Schlätschooh steiht opp dee Skulptua, oppem Marmorsteen ut Carrara aulso, een tjlienet Amatje. Daut ess rundvoll Goldmedaulje.


© 2007 Jack Thiessen